Manchmal hilft es nur, die Welt anzuklagen. So wie die Psalmisten im Zwiegespräch mit Gott die Welt bzw. die Umstände der Welt um sie herum angeklagt haben. Und dabei auch gefühlt haben, dass sie verlassen wurden. Von Gott und den Menschen.
„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Ps 22)
Wenn der geliebte Mensch früher gestorben ist als erwartet
Wenn das Baby gar nicht lebend zur Welt gekommen ist
Wenn mich der Mann, wenn mich die Frau betrogen hat
Wenn sich berufliche Träume nicht verwirklichen ließen
Wenn das geliebte Haustier verstorben ist
Wenn sich ein langjähriger Freund abwendet
Wenn es plötzlich eine schlimme Diagnose gibt
Wenn mein Körper nicht mehr mitspielt
Oder der Geist
Wenn ich an die Grenzen des Aushaltbaren gekommen bin
Wenn ich übergangen wurde
Wenn mir das Leben gerade mehr abverlangt, als ich tragen kann
Dann frage ich: „Warum?“
Muss ich denn alles aushalten?
Alles ist besonders schlimm ohne dankbare Perspektive.
Das Leiden wird ein Ende haben.
Gott wird manche Verhältnisse auch auf den Kopf stellen und umkehren.
Die Hungernden werden satt werden. Heißt es.
Darf ich mich mitten im Leid schon freuen? Schaffe ich das geistig und emotional überhaupt?
Darf ich glauben, dass ich nicht ins Leere hoffe, sondern dass meiner Hoffnung ein Boden zugrunde liegt? Ein Boden, der wie ein Polster ist, das mich im Fallen auffängt und weich landen lässt.
Und ja, ich werde wieder aufstehen.
Ich werde das Licht sehen, das mich lockt, ganz leise, ganz zärtlich, ganz unaufdringlich und doch bestimmt und fröhlich.
Niemals mehr will ich von der Seite des Lichts weichen.
Denn im Licht bin ich zuhause.
Ich werde mein Glück genießen und teilen, mit dir ins Gespräch kommen und fragen, wie es dir geht.
Denn an DIR bin ich stets gewachsen.
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beitragsbild: pexels kostenlose bilder / via wordpress


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